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Rennberichte
"2. Rennen – erster Klassensieg" - ein Thriller in 3 Akten.

Am 27.04. fand das 3. VLN Rennen statt, der 55. ADAC ACAS H&R-Cup. Die Wettervorhersage gab erstmal Anlass zur Sorge, Schneeregen und extrem kalte Temperaturen braucht wirklich kein Mensch. Kneifen gilt aber nicht, schließlich wollte alle endlich zeigen, was unsere japanischen Dame leisten kann, solange der Defektteufel nicht zuschlägt. Wie das Wochenende lief, gibts nach dem Break.

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38. DMV 4-Stunden-Rennen - Rennbericht

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"When you’re racing, it... it’s life. Anything that happens before or after... is just waiting." Was Steve McQueen im Film "LeMans" schon so treffend beschrieb, traf auch auf T+N Motorsport und Rent4Ring Racing zu. Nachdem der Winter die Eifel lange genug im Griff hatte und sogar das erste Saisonrennen am 23.03. abgesagt werden musste, war die Wartezeit fast unerträglich. Der MX5 stand seit Wochen fertig in der Halle, die neuen Mitglieder an Schlagschrauber und Wagenheber waren bestens trainiert und alle brannten darauf, dass es endlich los geht. Als beim Rollout von "Vreni" die Rundenzeiten sofort auf einem tollen Niveau lagen, wurde die Ungeduld umso größer. Und am 13.04. war es endlich soweit. Race-Day! Wie sich Vreni, Ralph, Fredy und das Team von T+N beim Saisonauftakt der VLN schlugen, gibts nach dem Break. 

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Der lange Flug des Phönix

Es ist schwierig, dieses Mal die richtigen Worte für einen guten Rennbericht zu finden, da bei T+N bei den diesjährigen Vorbereitungen zum 40.ADAC 24h-Rennen nichts normal verlief. Was in keinster Weise negativ gemeint ist. Sondern ganz im Gegenteil. Aber fangen wir mal an.

Ursprünglich war bei T+N dieses Jahr nicht geplant, an dem diesjährigen 24h-Rennen teilzunehmen. Der Nennungsschluss war schon lange vorbei und ein Auto war auch noch nicht vorhanden.

Deprimierte Stimmung herrschte beim Teamgrillen bei dem Anblick auf die noch zerstörte Erna und den Gedanken an den kurz bevorstehenden 24h-Start. Aber was passiert, wenn alle den gleichen Gedanken haben und rumgeblödelt wird? Richtig: Es kann plötzlich ganz anders kommen. Vor allem bei T+N Motorsport.

Binnen 10 Tagen war das eigentlich unmögliche möglich gemacht. Eine Nachnennung war kein Problem, Fahrer waren dank Robert Dubler, Amanda Hennessy, Christoph Brune und Thomas Lennackers auch schnell gefunden und Erna stand nach 10 Tagen in voller Rüstung da und erstrahlte in neuem Glanz. Wie unser Teamfotograf Patrick Funk so schön sagte: „Wie Phönix aus der Asche“. Ein komplett zerstörtes Auto wurde von jetzt auf gleich wieder auf die Räder gestellt. 10 Tage vor der Königsdisziplin. Ohne vorherigen Test, ob Motor, Getriebe, Fahrwerk, etc. die 24h durchhalten würden, bzw. überhaupt für eine gewisse Zeit hielten, bekam Erna ihr erstes Roll-out zum freien Training am Donnerstag. Alles verlief wunderbar problemlos. Selbstverständlich wurde der kleine Astra nur für ein paar wenige Testrunden auf die Piste geschickt. Wir wollten ja nichts unnötig riskieren, zumal an diesem Tag bereits das 1. Qualifikationstraining, das Nachttraining, bevorstand.

Aber zum Training fehlten uns noch zwei wichtige Personen, die gerade erst die „One lap of America“ beendet haben, am Morgen erst in Zürich gelandet sind und dann direkt den Weg zu uns gesucht haben; Robert Dubler und Amanda Hennessy. Auch bei den beiden sollte es eine Hauruck-Aktion geben. Normalerweise war der letzte Termin zur Papierabnahme der Fahrer bereits am Mittwoch verstrichen. Doch dank der freundlichen Hilfe der Veranstalter, konnten Robert und Amanda Papierabnahme, Helmkontrolle und Fahrerbesprechung noch gesondert nachholen. Also hieß es gleich um 18:00h, als die Beiden ankamen, ab zur Abnahme. Und kurz darauf waren Sie bereits fertig zum 1. Quali.

Punkt 19:30h rollte Erna, in vorderster Reihe zusammen mit den Renntitanen, hinaus in die Tiefen der grünen Hölle. Auch hier absolvierten alle Piloten lediglich ihre Pflichtrunden um ihre Zeiten zu setzen. Allerdings wurden bereits so viele Pflichtzeiten gesetzt, dass wir am 2. Quali am Freitagmorgen nicht mehr hätten teilnehmen brauchen. Danach wurde Erna wieder brav auf Ihren Ruheplatz gestellt. Wir wollten schließlich unser bisheriges Glück nicht herausfordern.

Demnach hatten wir am Freitag einen recht stressfreien Tag. Am Morgen fuhren wir zum 2. Quali nach oben, wo aber lediglich Amanda als einzige noch einmal das Steuer in die Hand nahm. Dann wurde an Erna noch einmal alles ganz genau für den großen Auftritt am nächsten Tag kontrolliert und bereits um 14:00h war das ganze Team wieder zurück in Lind um den Rest des Tages gemütlich angehen zu lassen. Selbstverständlich durfte unser traditionsgemäßes 24h-Freitagabend-Grillen an diesem Tag nicht fehlen. Ausgelassen und fröhlich über unseren bereits bisherigen Erfolg, verbrachte das Team noch einen schönen Abend, mit voller Vorfreude auf das Folgende.

Dann endlich kam der für alle lang ersehnte Tag. Samstag, der 19.05.2012. Endlich durften wir unseren geliebten Opel in die Startaufstellung rollen. Im Team herrschte, wie auch schon die Tage davor, eine schon unheimliche Ruhe und Gelassenheit. Wir starteten zwar vom letzten Platz, aber die Vorfreude auf das Bevorstehende, die Sonne, die uns begleitete, das wir es überhaupt bis dahin geschafft hatten und Erna auch noch keinerlei Mängel aufwies, da war uns der Startplatz völlig gleich.

Wir alle wollten nur endlich, nach langer Zeit des Wartens, unsere Lady wieder rennen sehen. Und das durften wir auch.

Es war ein 24h-Rennen der Extraklasse. Traditionsgemäß fuhr Christoph den Start. Nach knapp 2 Stunden problemloser Rennerei übergab er das Steuer an Robert, der ebenfalls knappe 2 Stunden ohne Komplikationen seine Runden drehte. Danach übergab er das Steuer an Amanda und sie dann an Tom. Dann waren bereits die ersten 8 Stunden vergangen, ohne auch nur einem außerplanmäßigen Stopp. Was bis dahin keiner von uns für möglich gehalten hätte, denn wie bereits erwähnt, Erna wurde quasi ins kalte Wasser geworfen. Keine vorherigen Tests oder Abstimmungen sind bis dahin gelaufen.

Dann durfte auch schon wieder Christoph ans Steuer. Doch diesmal sollte es anders aussehen. Nach seiner 2. Runde kam ein Funkspruch von Christoph an Björn: Motorkontrollleuchte ist an, Motor hat keine Leistung.

Das war die Durchsage auf die jeder irgendwie gewartet hatte, aber keiner hören wollte. Was ist mit dem Motor? Hat er es doch nicht geschafft? Die Antwort sollten wir kurz darauf bekommen. Christoph wurde sofort in die Box gelotst, das Auto in Windeseile aufgebockt und die Fehlersuche begann. Diese war aber nicht von Dauer, da nicht lange gefackelt wurde. Die Lambdasonde wurde gewechselt und ein Kabelbruch an der Zündung wurde behoben.

Nach nur 20 Minuten konnte Christoph seine Fahrt fortführen. Von da an fuhr Erna gemächlich Ihre Runden, ohne weitere Zwischenfälle. Die Piloten übergaben sich planmäßig das Steuer. Die Boxenstopps verliefen reibungslos. Die ganzen 24h herrschte in dem gesamten Team eine pure innere Ruhe und Frohsinn. Es entstand keinerlei Stress, jeder machte seinen Job mit Perfektion. Zu allem Guten kehrten wir der hinteren Platzierung den Rücken und hatten uns irgendwann unter die 120 gemischt. Für uns war es bis dahin bereits ein voller Erfolg.

Doch der Preis für diese unglaubliche und kurzfristige Aktion sollte für T+N Motorsport noch höher ausfallen:

Thomas hatte die große Ehre, seinem Astra nach 24h die schwarz-weiß karierte Flagge zu zeigen. Dem gesamten Team standen die Tränen im Gesicht. Dieses 24h-Rennen war von allen bisherigen Rennen eine Meisterleistung schlechthin. Ob von den Fahrern, die einen grandiosen Job draußen im Kampf gegen die Titanen geleistet und Erna ohne auch nur eine Blessur heil nach Hause gebracht haben, das Auto, das ohne Tests die vollen 24 Stunden ohne große Probleme durchgehalten hat, unsere Jungs, die einen Megajob gemacht haben, um das Auto dahin zu bringen wo es gelandet ist, unsere Helfer, die sich um alles gesorgt haben, damit es jedem gut geht und es an nichts fehlt, das Wetter, das genau so war wie unsere Stimmung…einfach spitze….und zu guter Letzt noch eine Platzierung, mit der niemand gerechnet hätte:

Platz 95 und 3. in der V3

Wir haben Sie geknackt, die TOP 100. Was für eine Leistung. Da bleibt nur noch eins zu sagen:

Leider geil!

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Unverhofft kommt oft

Der 10. und somit letzte Lauf der VLN, der traditionell vom MSC Münster als besagtes „Schinkenrennen“ ausgetragen wird, sollte auch für T+N Motorsport sehr vielversprechend werden.

Bereits im Training am Samstagmorgen zeigte Wasa sehr vielversprechenendes und selbst Erna war schneller als eh und je und dabei haben die beiden noch nicht alles gegeben. Das Rennen versprach Rekordzeiten für T+N.

Für den Start auf Wasa nahm Pilot Claus Grönning seinen Platz in der Sitzschale des kleinen Clio ein, während auf Erna, ab von allen Gewohnheiten, dieses Mal Michael Auert als kleines Highlight die ersten Runden über die Nordschleife drehen durfte.

Die Autos fuhren rund, alles lief ohne Probleme und die Zeiten wurden von Runde zu Runde besser.

Nach knapp 1:20h vollzog Erna den ersten Fahrerwechsel. Michael übergab, begeistert über Ernas neue Bestzeiten, das Steuer an Christoph Brune, der nun die Gewalt über unsere alte Dame hatte.

Nach ca. 2 Std. kam auch Claus zum Fahrerwechsel in die Box. Er übergab das Steuer an Olli Hönig. Olli war und ist bisher ein begnadeter und begeisterter Fahrer von Hecktrieblern. Dieses sollte das erste Rennen für ihn auf einem Frontler sein. Aber bereits nach ein paar Eingewöhnungsrunden im freien Training am Freitag bewies er sein fahrerisches Können und fuhr Wasa von Runde zu Runde in bessere Zeiten. Nicht anders sollte es auch im Rennen geschehen.

Claus und Olli fuhren Runde um Runde im Kampf gegen die Konkurrenz. Nun war es an Olli, die gut gemachten Plätze durch Claus zu halten, was für ihn kein Problem war. Er machte sogar noch weitere Plätze gut. Aus diesem Grund entschied Micke Larsen, Chef von LD Racing, der Herkunft von Wasa, seinen Platz im Clio bei diesem Lauf nicht einzunehmen um die Schlussrunden zu fahren, sondern entschied, dass Olli das Rennen beenden sollte, da er die Rundenzeiten von Claus oder Olli nicht halten könne und ihnen das bereits erreichte und erkämpfte damit nicht kaputt machen wollte.

Sein Entschluss war in den Augen aller eine absolut ritterliche Geste. Denn es handelte sich hierbei nun mal um den definitiv letzen Lauf in diesem Jahr und wer wäre da als Fahrer nicht glücklich, sich noch einmal ins Auto setzen zu dürfen?

Also bekam Olli über Funk die Order: „Du bleibst im Auto, du fährst das Rennen zu Ende.“

Christophs Stint verlief ebenso wie bei Michael ohne Komplikationen. Erna drehte ihre Runden und das Team freute sich über ein wenig Auszeit.

Nach wiederum ca. 1:20h kam dann auch Christoph zum nächsten und letzten Fahrerwechsel an die Box. Patrick Funk, unser Teamfotograf, machte uns dabei die Freude diesen Boxenstop zu filmen. Nach dem Stop kam er zu Nadine und fragte: „Was war denn das jetzt?“ Der Grund warum er das fragte, war folgender: Die Gesamtfilmlänge dieses Stops beträgt 1:27 min. Gefilmt wurde dabei die Einfahrt des Autos in die Box, Fahrer- und Reifenwechsel inkl. tanken, sowie Ausfahrt des Fahrzeugs aus der Box. Absolute Top-Zeit!!!  Dickes Lob und vollen Respekt unseren Jungs. Eine professionelle Leistung für ein kleines Team.

Christoph übergab das Steuer an Thomas Lennackers, der als glücklicher Letzter unsere Erna in diesem letzten Lauf nach Hause fahren sollte. Aber es sollte leider anders kommen.

Ca. 25 Minuten später kommt der Funkspruch von Wasa. Olli kommt in die Box. Ausgelaufenes Kühlwasser befand sich auf der Strecke, auf dem er ins Schleudern geriet und hart über Corps ging. Es ist zwar sonst nicht viel passiert, aber Kontrolle ist sicher. Nach kurzem Check ist Olli wieder raus. Zeitgleich kam über Funk von Thomas die Durchsage: „Kollision mit einem Clio. Ich kann nicht mehr fahren, Erna ist Brack.“

Das war es. Erna hat uns im letzten Rennen verlassen. Thomas fuhr bis zu diesem Zeitpunkt absolute Bestzeiten. Wie sagt man bei einem Menschen? Er lebt noch mal kurz auf bevor er von uns geht. Genauso war es wohl mit unserer geliebten Erna. Sie war so schnell wie nie, aber verließ uns schnell und unverhofft.

Aber dennoch gab es ein kleines Highlight zum Abschluss für 3 unserer Clio-Piloten. Bei der Siegerehrung übergab Renault den Piloten der Renault Speed Trophy eine Trophäe. Die glücklichen Fahrer bei T+N waren Claus Grönning, Mike Juul und Thomas.

Für T+N war dies durch Ernas dahinscheiden kein wirklich schönes Saisonfinale, aber die nächste Saison kommt, UND WIR AUCH!!!

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Rauchzeichen

Am 24. 9. 2011 wurde der 43. ADAC Barbarossapreis auf der Nordschleife ausgetragen, der 8. Lauf der VLN, jedoch leider ohne das Zutun von T+N Motorsport.

Dabei hatte alles so gut angefangen; Erna war schon am Montag rennbereit und der Truck war Mittwochabend fertig gepackt. Alle Vorzeichen standen auf: „Das wird ja mal entspannend und ohne Hektik“. Donnerstagabend reiste Andrea Sabbatini an und Freitagmorgen war auch schon Christoph Brune zum Helfen Vorort. Die Box wurde eingeräumt und Erna einem letzten Check unterzogen. Christoph und Thomas führten beim Motor eine letzte Inspektion durch. Alles stand auf GO!

Andrea war unterdessen unterwegs zur Einschreibung mit Nadine. Er sollte das gesamte freie Training nutzen um seine Nordschleifenkenntnisse zu vertiefen und sich an Erna zu gewöhnen.
Das Team war wirklich guter Hoffnung, „Das wird heute ein ruhiger Nachmittag“. Doch es sollte alles anders kommen!

15:45 Andrea wird angeschnallt und ein letztes Mal instruiert.

16:00 Andrea geht als eines der ersten Autos auf die Strecke.

16:20 Andrea kommt zurück an die Box. Das Auto raucht und qualmt! Auf der Döttinger Höhe ist ein Ölschlauch geplatzt.

Das Team versucht in Windeseile Erna zu säubern und den Ölschlauch zu ersetzen. Nach einer intensiven Reinigung und Reparatur wird Erna wieder auf die Strecke geschickt. Jedoch nach 2 kurzen runden auf der GP-Strecke steht es fest. Der Motor ist Kernschrott. Ja gut er dreht noch aber 2 km ohne Öl sind der Kurbelwelle nicht wirklich gut bekommen.

Thomas und Christoph versuchen alles Mögliche um einen Ersatzmotor oder Ersatzteile zu organisieren. Normalerweise wäre ja ein Motortausch für das Team von T+N kein Problem, jedoch sind gerade 2 Motoren beim Motorenbauer. Und jetzt? Glücklicher weise wurde nach langem Suchen die fehlenden Motorenteile gefunden. Aber 4 Stunden entfernt. Da wir mittlerweile schon 19:00 Uhr hatten wären die Teile dann frühestens um 3:00 Nachts bei uns eingetroffen! Hmmm, und dann in 4 Stunden den kompletten Motor zusammen und wieder in Erna bauen, das ist auch für T+N eine ziemliche Herausforderung. So entschloss sich der Teamchef Thomas zähneknirschend, „Ok wir geben auf.“ Normaler weise sagen wir bei T+N immer: “ Wir kämpfen bis zum bitteren Ende“, aber hier mussten auch wir leider kapitulieren.

So brach T+N seine Zelte ungewöhnlicher weise am Freitag ab.
Am Samstag haben wir uns dann entschlossen das Rennen auf der anderen Seite des Zauns zu verfolgen. Es war mal eine lustige Abwechslung. Wir unternahmen eine Wanderung zum Schwalbenschwanz und in den Tiergarten. Wir haben alle einstimmig beschlossen, dass dies eine einmalige Aktion bleiben sollte.

So hoffen wir, dass wir alle Unwägbarkeiten bis zum 15. Oktober ausgeräumt haben und mit neuem Mut starten können!

Euer Team von T+N Motorsport

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6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Wasa absolviert „Freischwimmer“

„Sonne und Regen, die wechseln sich ab, mal geht´s im Schritt und mal geht´s im Trab“; so lautet der Anfang eines bekannten Poesiespruches. Das dies aber auch zum Motto des diesjährigen 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen des MSC Ruhr-Blitz werden kann mussten Fahrer und Teams am Samstag, den 27.08.2011 zum 7. Lauf der VLN am eigenen Leib erfahren.

Denn dieses Rennen sollte zum einzigen Reifenpoker werden. Das Wetter in der Eifel und rund um den Ring ist jedem bekannt. Das es allerdings so extrem sein kann, war auch für T+N Motorsport zusammen mit LD-Racing eine Herausforderung. Konnten im morgendlichen Freitagstraining noch Zeiten gesetzt werden, so war im Rennen nicht mehr an spitzen Zeiten zu denken, es sei denn man messte sich an den Zeiten der Boxenstopps, die unbarmherzig und permanent den Verlauf des Rennens regieren sollten.

Unser Startfahrer und Stammpilot Christoph Brune ging auf Regenreifen an den Start. Doch schon bald war die Strecke im Begriff abzutrocknen und Christoph kam zum ersten Reifenwechsel in die Box. Hier wurde rundum auf Intermidiens gewechselt. Doch damit war für das Team von T+N noch nicht der Job beendet. Zwischenzeitlich kam auch die Corvette von Amanda Hennessy und Robert Dubler in die Box zum Reifenwechsel. Eine Runde später kam Christoph gleich wieder an die Box um abermals auf Regenreifen zu wechseln, da gleich nach seiner Rückkehr auf die Strecke ein Platzregen einsetzte. Die gesamte Bahn stand sofort wieder unter Wasser. Mit diesem Problem hatte auch die PS-starke Corvette zu kämpfen. Robert, der den Start fuhr, musste eine komplette Rennrunde auf Slicks im strömenden Regen absolvieren.

Diese Reifenwechsel vollzogen Christoph und Robert insgesamt 3x, bevor Christoph das Steuer an Mike Juul übergab und Robert an Amanda.

Mike fuhr bei absolut nasser Fahrbahn auf Regenreifen raus. Reifentechnisch lief diesesmal alles perfekt, bis von Mike über Funk die Nachricht an die Box kam:

“I´ve got no power, can´t start the car again. I´m standing on Döttinger Höhe.”

Björn, Daniel, Christoph und Tom machten sich sofort auf den Weg zum Fahrzeug um zu schauen, wo das Problem lag. Während dessen bereiteten Didi und Matthias den Umbau der Lichtmaschine vor, die Nadine bei Renault besorgte. Da niemand genau wusste, was mit Wasa war, wurde sich bereits auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Das Notfallteam schaffte es, Wasa wieder startbereit zu machen und Mike fuhr noch eine komplette Runde, bevor er in die Box kam. Dort wurde nun genau nach dem Fehler gesucht, denn die Probleme in der Elektronik blieben. Nach kurzer Zeit sollte die Fehlerquelle endlich lokalisiert sein; Wasser in der Elektronik. Nach dem Beheben des Fehlers und Tausch eines Sensors am Getriebe konnten wir nach 1 ½ Stunden nun auch endlich wieder das Rennen aufnehmen.

Während dieser Zeit stand auch die Corvette von Robert und Amanda in der Box. Sie hatten mit Zündaussetzern zu kämpfen. Es sollte sich in einer späteren Inspektion herausstellen, dass der Kurbelwellensensor sein letztes Signal ans Steuergerät gegeben hat, bevor er von ihnen schied.

Unterdessen übernahm Tom das Steuer von Wasa. Dieser ging für den gesamten Stint auf Intermidiens raus. Die Runden konnten ohne Unfall, Reifenwechsel oder Komplikationen absolviert werden, was dem Team die Möglichkeit gab, während dieser Zeit ein wenig durchzuatmen.

Für die letzten Runden übergab Tom das Steuer an Micke Larsen, der nun dafür verantwortlich war, Wasa sicher „nach Hause“ zu bringen.

Auf Grund der mittlerweile absolut abgetrockneten Strecke ging Micke auf Slicks raus. Auch sein Stint sollte ohne Probleme verlaufen. Und obwohl das Rennen 8 Minuten vor Schluss auf Grund eines großen Unfalls wegen wieder plötzlich einsetzenden Regens vorzeitig abgebrochen wurde, erfüllte Micke seinen Auftrag und brachte Wasa unversehrt zurück zum Team. Das gesamte Team war stolz, das zu diesem Lauf komplett neu aufgebaute Fahrzeug dennoch ohne allzu große Probleme durch dieses unfallreiche Rennen gebracht zu haben.

Das Team von T+N Motorsport hat sofort nach dem Rennen begonnen, die letzen Fehlerquellen am Clio zu beseitigen. Unter anderem wird auch der Einsatz von Hilde für den nächsten VLN-Lauf vorbereitet.

T+N dankt all seinen Fans für seine zahlreiche Unterstützung. Bis zum nächsten Rennen.

Euer T+N Motorsport

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